Vortrag: Die Florentiner Großbauten – der Dom, Santa Maria Novella und Santa Croce
Vortrag von Prof. Dr. Dethard v. Winterfeld im Rahmen der kunstgeschichtlichen Vortragsreihe "Pisa – Florenz – Siena: Mittelalterliche Baukunst in der Toscana" im Katholischen Tagunszentrum Erbacher Hof Mainz (Link)
Beginn jeweils 19:30h
Überblick
Die Toscana gehört zu den beliebtesten Kulturreiseregionen Italiens nicht erst seit dem letzten halben Jahrhundert, sondern seit Erwachen der Italiensehnsucht im 19. Jahrhundert. Sie gilt als Wiege der Renaissance, obwohl die Annäherung an die Antike bereits im Mittelalter einsetzte.
Die Florentiner „Protorenaissance“ zeigt dies besonders deutlich. Die führende Rolle der Stadtrepubliken ist nicht zu übersehen, wobei sich diese entsprechend ihrer wirtschaftlichen Kraft und politischen Macht einander ablösten. Am Anfang stand die Seemacht Pisa, die zusammen mit Lucca das flache Land des Arno beherrschte. Florenz entwickelte in Konkurrenz dazu eine ganz eigene Bautengruppe. Erst im 13. Jahrhundert versuchte Siena mit seinem Dombauprojekt die Führung zu übernehmen, mußte sich aber nach der Pest 1348 dem stärkeren Florenz geschlagen geben, wobei nicht nur dessen Dom, sondern auch die riesigen Bettelordenskirchen eine entscheidende Rolle spielten. Bemerkenswerterweise haben die Landkirchen des Hügellandes mit diesen Prozessen wenig zu tun.